13.08.2025
Windkraft: Klimawandel reduziert Ertrag
Windkraft ist für viele Staaten weltweit inzwischen ein wesentlicher Teil des Strommixes.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

In Deutschland etwa waren zum 1. Januar 2025 insgesamt 30.243 Windkraftanlagen mit einer kumulierten Gesamtleistung von rund 69,5 Gigawatt installiert, die etwa 136 Milliarden Kilowattstunden oder einen Anteil von 30,8 Prozent der inländischen Stromproduktion stemmten.

Doch diese wichtige Rolle der Windkraft könnte durch den fortschreitenden Klimawandel gefährdet sein. Wie eine Studie der Universität Peking zeigt, steht gut ein Fünftel der derzeit betriebenen Windkraftanlagen in Regionen, die bei einer weiteren Erderwärmung von langanhaltenden Flauten betroffen sein könnten.

Diese Flauten könnten bis zu zwei Wochen anhalten; normalerweise treten sie aber nur einmal alle 1.000 Jahre auf. Das schnelle Abschmelzen der Nordpol-Eisbedeckung könnte jedoch die Temperaturunterschiede auf der Nordhalbkugel deutlich reduzieren und derartige Flauten erheblich öfter entstehen lassen.

Eine Studie der Universität von Illinois in Urbana-Champaign, zeigt zudem ein bereits seit 1960 messbares Nachlassen der Windgeschwindigkeiten weltweit. Je höher die globale Durchschnittstemperatur steigt, desto weiter sinkt die Windgeschwindigkeit. Insgesamt könnte sie im Vergleich zu 1960 bis zum Ende des Jahrhunderts um 15 Prozent abnehmen.

Vor allem kleinere Windkraftanlagen, die schon jetzt in weniger günstigen Regionen liegen, könnten dann kaum noch Strom produzieren. Die Stromproduktion insgesamt könnte somit um mehr als 15 Prozent sinken. Voraussetzung hierfür ist, dass der Klimawandel ungebremst fortschreitet.

Das Forschungsteam aus Peking warnt zudem davor, dass es erhebliche regionale Unterschiede bei der Veränderung der Windgeschwindigkeiten geben wird. So soll das nördliche Europa mehr Wind erwarten können, während zum Beispiel der Westen der USA, Nordafrika und der Nordosten Chinas mit nachlassendem Wind und dauerhaften Flauten rechnen müssen. 

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