01.09.2025
Windkraftprojekt: Siemens besiegt China
Ein Windparkprojekt vor Borkum der Investmentfirma Luxcara soll wohl doch nicht mit Windturbinen der chinesischen Ming Yang Smart Energy Group bestückt werden.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

Stattdessen soll der Auftrag über die Fertigung und Lieferung an Siemens Gamesa Renewable Energy gehen. Der Grund: Bedenken wegen unerwünschter Eingriffe von außen. 

Der ursprüngliche Vertrag hatte eine genaue Prüfung durch die deutsche Regierung und Warnungen der europäischen Windindustrie ausgelöst, da Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und unlauteren Wettbewerbs bestanden. Eine Studie im Auftrag des Verteidigungsministeriums kam im Januar zu dem Schluss, dass China kritische Komponenten aus dem Windpark von Luxcara für Spionagezwecke oder sogar für ökonomische Kriegsführung nutzen könnte. Die Bundesnetzagentur hatte im Juni ebenfalls neue Vorschriften festgelegt, die strengere Kontrollen für kritische Energie-Infrastrukturen vorsehen.

Der Luxcara-Geschäftsführer Holger Matthiesen sagte, man habe „den Druck gespürt und auch die Kontroverse in der Öffentlichkeit“. Das habe indes keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, die sich allein mit den Synergieeffekten und dem besseren Angebot begründe. Obwohl das Ming-Yang-Angebot bei der Auswahl im vergangenen Jahr das beste war, seien andere Angebote viel kundenfreundlicher geworden.

Luxcara hatte sich für Siemens Gamesa als Lieferanten für sein nahe gelegenes 1,5-Gigawatt-Projekt Waterekke entschieden. Mit der Wahl desselben Zulieferers haben sich auch die Synergien für das kleinere Projekt Waterkant verbessert.

Die bisherige Kapazitätsreservierungsvereinbarung mit Siemens Gamesa ist noch keine endgültige Entscheidung und muss durch einen formellen Vertrag bestätigt werden.

< zurück