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09.09.2025
Biogas Deutschland: Branche droht Anlagensterben
Eigentlich war die deutsche Biogas-Branche nach Verabschiedung des Biomassepakets noch durch die vorherige Bundesregierung recht guter Dinge. Denn die hier vorgesehenen höheren Ausschreibungsvolumen und eine Flexibilitätsprämie sollten eine Zukunftsperspektive für Altanlagen, die ihr Förderende erreicht haben, bieten.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Durch die geplante Aussetzung der Förderung bei niedrigen Strompreisen und eine geringere Anzahl förderfähiger Betriebsstunden sollten Biomasse-Anlagen zudem ihr Flexibilitätspotenzial entfalten können.
Doch nun droht möglicherweise der Rückbau zahlreicher Altanlagen. Denn die beihilferechtliche Genehmigung des Gesetzespakets durch die EU-Kommission steht noch immer aus. Und noch gibt es keinen Termin, denn die Kommission will erst dann wieder Beihilfen in Deutschland genehmigen, wenn andere energierechtliche Vorgaben der EU umgesetzt wurden. Konkret soll das deutsche Förderregime dahingehend angepasst werden, dass Übergewinne aus der erneuerbaren Stromerzeugung abgeschöpft werden.
Da das Biomassepaket nicht in Kraft trat, konnte die Bundesnetzagentur das Volumen der Biomasse-Ausschreibung zum 1. Oktober 2025 folglich nicht erhöhen. Dem geringen Volumen ausgeschriebener Leistung steht nun eine sehr große Anlagenleistung gegenüber, die auf einen Weiterbetrieb mit EEG-Förderung angewiesen ist. Aktuell sind gut 700 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von circa 400 Megawatt direkt betroffen.
Laut dem Biogasverband könnten mit Inkraftsetzung des Biomassepakets bis zu drei Gigawatt flexibler Kraftwerksleistung allein in den nächsten zwei Jahren angereizt werden. Ohne die Neuregelungen werden diese Kapazitäten nicht nur nicht zugebaut, sondern darüber hinaus Anlagen vom Netz genommen. „Die Zukunft der Branche steht auf der Kippe.“
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