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20.10.2025
LNG: Deutschland wird wieder Gas-Transitland
Der Import von verflüssigtem Erdgas (LNG) über deutsche Terminals hat zuletzt deutlich zugenommen und ist auf ein Rekordniveau gestiegen.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Laut Bundesnetzagentur war das dritte Quartal 2025 dasjenige mit der größten Einspeisung seit der Eröffnung des ersten deutschen LNG-Terminals Ende 2022.
Die Zahlen zeigen, dass bisher in diesem Jahr an den deutschen LNG-Terminals bereits mehr Erdgas in die Verteilnetze eingespeist wurde als in den vorhergehenden Gesamtjahren. Das hat zur Folge, dass auch der Anteil an den gesamten Erdgasimporten Deutschlands gestiegen.
Lag dieser Anteil noch für das erste Halbjahr 2025 bei 8 Prozent, bezifferte ihn die BNetzA für das dritte Quartal auf 13,25 Prozent. Insgesamt ergibt sich für die ersten neun Monate ein Anteil von 10,9 Prozent.
Anfang Januar bis einschließlich September wurden rund 74 Terawattstunden (LNG-)Erdgas importiert, davon rund 35 Terawattstunden allein im dritten Quartal. 2024 wurden laut BNetzA insgesamt rund 69 Terawattstunden über die LNG-Terminals importiert, 2023 rund 70 Terawattstunden.
Laut dem Gasexperten Sebastian Gulbis vom Beratungsunternehmen Enervis liegt einer der Hauptgründe in den zu Jahresbeginn ausgelaufenen Transportverträgen Russlands Richtung Österreich. „Das heißt, dass gerade Österreich, Tschechien, die Schweiz und zum Teil auch Ungarn, die Slowakei und Slowenien über Deutschland versorgt werden. Wir sind wieder ein deutlich wichtigeres Transitland geworden.“ Das zeige auch die Menge des insgesamt nach Deutschland importierten Erdgases, die höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres ausgefallen sei.
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