02.11.2025
Geothermie: Erdwärme-Erfolg in Grünwald
Im Projekt Laufzorn II ist die erste Bohrung auf Thermalwasser gestoßen. Temperatur und Fördermenge entsprechen den Prognosen.

Quelle: enerNEWS-Partner Energie & Management

Die Gemeinde Grünwald im Süden Münchens will eine der ersten CO2-frei mit Wärme versorgten Kommunen Deutschlands werden. Jetzt ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg dorthin erreicht: Die erste Bohrung des Geothermieprojekts „Laufzorn II“ ist auf Thermalwasser gestoßen. Damit bestätigen sich die Erwartungen der Geologen: Das gefundene Wasser ist weit über 100 Grad heiß und die Fördermenge von mehr als 100 Litern pro Sekunde wird erreicht, vermeldet die Erdwärme Grünwald.

Die jetzt fertiggestellte Bohrung ist die erste von insgesamt drei Doubletten-Bohrungen, die jeweils eine Förder- und eine Re-Injektionsbohrung beinhalten. Sind alle sechs Bohrungen erfolgt, werden nach Angaben der Projektverantwortlichen insgesamt bis zu 30.000 Bohrmeter in Tiefen von rund 4.000 Metern niedergebracht worden sein. Bleibe alles im Zeitplan, werde dies Anfang 2027 so weit sein.

„Über diesen großartigen Bohrerfolg freuen wir uns ungemein“, kommentiert der Geschäftsführer der Erdwärme Grünwald, Andreas Lederle: „Laufzorn II liefert den nächsten wichtigen Beitrag zum größten geothermischen Fernwärmenetz in Kontinentaleuropa, zu dem heute schon das Grünwalder Netz mit 120 Kilometern Länge und das Bestandsnetz in Unterhaching mit 65 Kilometern zählen.“

Schon jetzt liegt der Erneuerbaren-Anteil im Grünwalder Fernwärmenetz nach Angaben der Erdwärme Grünwald bei 90 Prozent. „Mehr als 80 Prozent aller Gebäude sind zwischenzeitlich daran angeschlossen“, sagte Neusiedl. „Fossile Brennstoffe sind bei uns die Ausnahme und werden immer weniger. Wir nehmen die Wärmewende richtig ernst.“

„Drill, Baby, drill, Grünwald!“

Gespeist wird das Fernwärmenetz bislang aus dem

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