23.11.2025
Bund bereitet Uniper-Verkauf vor
Die Bundesregierung bereitet sich auf einen möglichen Verkauf von Uniper vor. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

Aus dem Vorhaben könnte sich eine der größten Privatisierungen Deutschlands entwickeln. Der Plan, das Unternehmen mit dem in der Energiekrise verstaatlichten Gaskonzern Sefe zu fusionieren, scheint damit vom Tisch. 

Laut den Bloomberg-Quellen stehe der Bund kurz davor, eine formale Entscheidung zu treffen, aus Uniper und Sefe getrennt auszusteigen. Die Bundesregierung und ihre Berater hätten potenzielle Interessenten darauf hingewiesen, sich auf eine mögliche Auktion von Uniper vorzubereiten. Auch ein möglicher Börsengang des Unternehmens sei geprüft worden.

Uniper war während der Energiekrise 2022 mit mehr als 30 Milliarden Euro Steuergeld gerettet worden. Die aktuellen Vorbereitungen zeigen, dass der Bund von dem Plan abrückt, Uniper mit Sefe, vormals eine Gazprom-Tochter, zu fusionieren. So sollten die beiden staatlichen Energie-Beteiligungen effizienter gebündelt werden.

Eine Privatisierung von Uniper wäre ein entscheidender Schritt, um die staatlichen Notfallmaßnahmen im deutschen Energiesektor zurückzufahren. Uniper hat derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 12,6 Milliarden Euro. Ein Deal in dieser Größenordnung wäre eine der größten deutschen Privatisierungen seit mindestens einem Jahrzehnt.

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