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07.12.2025
Bund will Verbrenner-Aus hinauszögern
Die Bundesregierung will sich auf EU-Ebene für Lockerungen bei der Anmeldung neuer Verbrenner-Fahrzeuge ab 2035 einsetzen.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Darauf verständigte sich der Koalitionsausschuss. Laut Bundeskanzler Friedrich Merz sei das Ziel mehr Flexibilität und Technologieoffenheit in der individuellen Mobilität.
Allerdings sollten die deutschen Klimaziele weiterhin erreicht werden. Der Bundeskanzler sagte, er wollte bei der EU-Kommission bitten, dass in der EU auch nach 2035 neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen hybride Antriebskonzepte möglich seien. In einem entsprechenden Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb der Kanzler, dass im Gegenzug „die verbleibenden Emissionen im Automobil- und Kraftstoffsektor ausgeglichen werden“ sollen.
Laut der aktuellen Einigung zwischen den EU-Mitglidern sollen Neuwagen von 2035 an im Betrieb kein CO2 mehr ausstoßen dürfen. Das hätte faktisch zur Folge, dass Neuwagen mit Verbrennungsmotor nicht mehr zugelassen werden dürften. Ziel ist es, die Emissionen im Verkehrssektor zu senken.
Die EU-Kommission hatte nach Druck aus der Industrie und aus Mitgliedstaaten angekündigt, die Verordnung zum Verbrenner-Aus prüfen zu wollen. Einen Vorschlag dafür will sie am 10. Dezember vorlegen.
Danach können das Europaparlament und die EU-Staaten noch Änderungen vornehmen. Am Ende braucht der Vorschlag eine ausreichende Mehrheit in beiden Institutionen.
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