07.12.2025
EU pumpt 20 Milliarden Euro in Wasserstoff – liefert aber kaum Ergebnisse
Trotz üppiger Subventionen verfehlt die Zahl der Elektrolyseure das Ziel um den Faktor 20.

Quelle: enerNEWS-Partner EURACTIV

Die EU ist weit davon entfernt, die ambitionierten Ziele zu erreichen, die sie sich für die Wasserstoffproduktion gesetzt hat. Der viel gepriesene saubere Energieträger bleibt trotz milliardenschwerer Subventionen zu teuer, wie die Energieagentur der EU, ACER, warnt.

Brüssel hat sich bis zum Ende des Jahrzehnts ein massives Ausbauziel von 40 Gigawatt Elektrolysekapazität gesetzt. Elektrolyseure spalten mittels Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff; stammt der Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Solarenergie, gilt der Wasserstoff als „grün“.

Zählt man die nationalen Zielvorgaben der EU-Staaten hinzu, könnte die Zahl sogar bei 54 Gigawatt liegen – ein Ausdruck mehrjähriger Wasserstoff-Euphrorie, die durch die Hauptstadt der EU gezogen ist.

Doch zur Halbzeit auf dem Weg zum 2030-Ziel und nach rund 20 Milliarden Euro an Subventionen aus Brüssel wurden lediglich Elektrolyseure im Umfang von 300 Megawatt gebaut – das entspricht fünf Prozent des Zwischenziels von 6 Gigawatt bis 2024.

Und darin ist bereits ein Kapazitätsanstieg von 51 Prozent im vergangenen Jahr enthalten, wie ACER in einem neuen Bericht festhält.

Unterdessen haben sich die hochtrabenden Prognosen nicht erfüllt, wonach „grüner“ Wasserstoff – für den Brüssel ein Produktionsziel von 10 Millionen Tonnen jährlich bis 2030 festgelegt hat – bald mit aus Erdgas hergestelltem Wasserstoff preislich konkurrieren könne.

Die EU-Variante des klimafreundlichen Wasserstoffs bleibt viermal so teuer wie das fossile Pendant, dessen Produktion enorme Treibhausgasemissionen verursacht – bei rund 8 Euro pro Kilogramm. ACER geht davon aus, dass sich daran zumindest kurzfristig bis mittelfristig nichts ändern wird.

(rh, jl)

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