14.12.2025
Deutscher Rohstofffonds hofft auf deutsches Lithium
Aus dem Deutschen Rohstofffonds, der im Herbst 2024 von der Bundesregierung aufgelegt wurde, wird das erste Projekt finanziert.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

Insgesamt 150 Millionen Euro Eigenkapital investiert der Fonds in ein Projekt von Vulcan Energy: Das deutsch-australische Start-up will Lithium aus Thermalwasser im Oberrheingraben gewinnen. 

Vulcan Energy will dafür das sogenannte DLE-Verfahren (Direct Lithium Extraction) einsetzen. Dabei wird Lithium salzhaltigen Flüssigkeiten entzogen. Es handelt sich um eine neuartige Methode, an der derzeit viel geforscht wird.

Ab 2028 will Vulcan Lithium im Industrieformat produzieren. Für diese erste Projektphase hat das Unternehmen nun eine Finanzierung von 2,2 Milliarden Euro erhalten. Der Großteil – insgesamt 1,185 Milliarden Euro – ist ein Fremdfinanzierungspaket.

Auch wenn der deutsche Beitrag damit nur knapp sieben Prozent ausmacht, hat die Beteiligung dennoch Symbolwirkung. Es ist das erste Projekt, das vom Bund unterstützt wird. 

Vulcan Energy-CEO Cris Moreno schätzt im „Handelsblatt“, dass das Projekt Lithium zu Betriebskosten von 3.500 Euro je Tonne produzieren kann. Der Weltmarktpreis liegt aktuell bei 8.500 bis 9.400 Euro je Tonne. 

Moreno geht von genügend Sole vor Ort aus, „um 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat pro Jahr herzustellen“. Das gelte für die kommerzielle Produktion des Lionheart-Projekts, die in der zweiten Hälfte von 2028 starten soll.

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