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11.01.2026
Emissionen: Handel entwickelt sich gut
Der europäische und nationale Emissionshandel entwickeln sich ausnehmend gut. Zunehmend entsteht hier eine neue Säule für die Klimaschutzpolitik.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Im zurückliegenden Jahr etwa erzielte Deutschland mit dem Verkauf von CO2-Zertifikaten im europäischen und nationalen Emissionshandel Einnahmen von rund 21,4 Milliarden Euro.
Dieses Niveau wurde bisher noch nie erreicht. Während die Einnahmen des EU-ETS 1 leicht auf rund 5,4 Milliarden Euro zurückgingen, stiegen die Einnahmen aus dem nationalen Emissionshandel (nEHS) deutlich auf rund 16 Milliarden Euro. Der Löwenanteil (rund 15,2 Milliarden Euro) wurde dabei durch den Verkauf von 277 Millionen Zertifikaten zu 55 Euro und 17 Millionen Zertifikaten zum Vorjahrespreis von 45 Euro erzielt. Insgesamt entspricht das einem Anstieg von rund 23 Prozent.
Seit Einführung des Emissionshandels summieren sich die Erlöse auf inzwischen mehr als 100 Milliarden Euro, die unter anderem in den Klima- und Transformationsfonds fließen. Parallel dazu wird mit dem CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) eines der zentralen industriepolitischen Klimainstrumente der EU schrittweise scharfgestellt.
Nach Ansicht des Umweltbundesamtes (UBA) ist der Emissionshandel inzwischen das zentrale, sektorübergreifende Klimaschutzinstrument. Er schaffe Planungssicherheit, weil er, so energate, „über das sinkende Angebot an Emissionsberechtigungen einen verlässlichen Ausstiegspfad aus den fossilen Technologien und damit verbundenen Treibhausgasemissionen aufzeigt und mit dem CO2-Preis klare Anreize für den Umstieg setzt.“
Die Erlöse aus dem zukünftig greifenden EU-ETS 2 fließen in den Klimasozialfonds. Finanziert werden damit dann unter anderem Klimaschutzverträge, der Wasserstoffhochlauf oder Strompreiskompensationen.
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