18.01.2026
Klima: 2025 war drittwärmstes Jahr
Das vergangene Jahr war das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Das zeigen Daten des europäischen Umweltsatellitendienstes Copernicus und anderer Klimaforschungseinrichtungen.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

Die stellvertretende Direktorin des Copernicus-Klimawandel-Dienstes, Smanatha Burgess, nannte „2025 ein anderes außergewöhnliches Jahr für unseren Planeten.“ Wärmer waren nur 2024 (um 0,13 °C) und 2023 (um 0,01 °C).

2025 lag die globale Oberflächenlufttemperatur der Erde um 1,47 °C über dem vorindustriellen Niveau. Im bisher wärmsten Jahr der Aufzeichnungen, 2024, lag sie 1,60 °C darüber. Der weltweite Klimareanalyse-Datensatz ERA5, den das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) erstellt, deckt den Zeitraum von Januar 1940 bis heute ab.

Das zurückliegende Jahr reiht sich eine in eine Dekade sehr warmer Jahre: Die letzten elf Jahre waren die elf wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Und die globalen Temperaturen der letzten drei Jahre (2023 bis 2025) lagen im Durchschnitt um mehr als 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau (1850 bis 1900). Damit wurde zum ersten Mal die Grenze von 1,5 °C in einem Dreijahreszeitraum überschritten. 

Zwar ist damit das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, sprich die Erderwärmung auf 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, damit noch nicht gescheitert. Indes will auch kein Experte sich festlegen, ob dieses bekannteste aller Klimaziele noch erreicht werden kann.

Carlo Buontempo, Direktor des Copernicus Dienstes zum Klimawandel, sieht in den Zahlen für 2025 einen weiteren „Beweis für den unverkennbaren Trend zu einem heißeren Klima. Die Welt nähert sich rasch der im Pariser Abkommen festgelegten langfristigen Temperaturgrenze. Wir werden sie zwangsläufig überschreiten.“ Die Frage sei nun, wie wir mit der unvermeidlichen Überschreitung und ihren Folgen für Gesellschaften und natürliche Systeme am besten umgehen könnten.

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