18.01.2026
E-Mobilität: Gesetz zum bidirektionalen Laden geplant
Die Bundesregierung arbeitet an einem Artikelgesetz, das die rechtlichen Grundlagen für bidirektionales Laden gebündelt regeln soll.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

Das erklärte die Unions-Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel, Berichterstatterin für das Thema, bei einer Paneldiskussion in Berlin. Mit einem Abschluss noch vor der Sommerpause sei aber wolf eher nicht zu rechnen.

Demnach arbeiteten aktuell Verkehrs- und Wirtschaftsministerium gemeinsam daran, um notwendige Anpassungen in verschiedenen Rechtsakten zu bündeln. Das sei wegen der Vielzahl verstreuter Einzelregelungen, von energierechtlichen Vorgaben bis zu steuerlichen Fragen, nötig. Man wolle übergeordnet festlegen, „welche Gesetze dadurch verändert werden“ müssen, um die Technologie „zum Fliegen“ zu bringen.

Wirtschaftlich könnte sich hier ein großes Potenzial anbahnen. Laut dem CEO von Octopus Energy Germany, Bastian Gierull, stehen Elektroautos im Schnitt 23 Stunden am Tag ungenutzt. So bleibe ein enormes Speicherpotenzial ungenutzt. Bidirektionales Laden könne Haushalten jährlich über 700 Euro sparen, im Vergleich zu Verbrennern sogar rund 1.000 Euro.

Die aktuell rund 2,2 Millionen in Deutschland zugelassenen reinen E-Autos ergeben eine theoretische Leistung von 24,2 Gigawatt – und damit doppelt so viel, wie die kürzlich von der EU-Kommisision zum Bau genehmigten Backup-Gaskraftwerke.  Ein Fahrzeug könne im Notfall „fünf bis sechs Tage lang ein Einfamilienhaus versorgen“.

Diese Menge an mobiler Speicherkapazität könnte auch eine weitere Herausforderung meistern helfen: Derzeit werden jährlich rund 10 Terawattstunden erneuerbarer Strom abgeregelt, weil die Netze diesen nicht aufnehmen können. Die E-Auto-Batterien könnten diese Strompropduktion endlich nutzbar machen. Das senkt dann letztlich auch diue Netzausbaukosten. 

< zurück