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26.01.2026
UBA-Studie: Marktorientierter Betrieb kleiner PV-Anlagen möglich
Die Zahl der Solaranlagen in Deutschland steuert langsam aber sicher die Fünf-Millionen-Marke an.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Nach wie vor sind die meisten davon Aufdach-Solaranlagen privater Besitzer. Und in der Regel sind diese nicht in den freien Markt integriert. Dabei ist das durchaus möglich.
Das zeigt eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes, die das Öko-Institut und die Stiftung Umweltenergierecht gemeinsam durchführten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie sich die Marktintegration angesichts aktuell immer wieder auftretender Phasen mit negativen Preisen gestalten lasse.
Ein Ergebnis: Die Abläufe bei der Direktvermarktung sollten vereinfacht werden und ein Fokus der Marktintegration neuer Verbraucher gelten. Denn mit zunehmender Flexibilität sollte sich die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen langfristig verringern.
Zentrale Grundlage der Studie ist das Solarspitzengesetz, das seit Februar 2025 gilt. Für viele neu installierte Anlagen entfällt seitdem die Förderung bei negativen Strompreisen. Dies betrifft nicht nur direktvermarktete Anlagen über 100 Kilowattpeak Leistung, sondern nach Einbau eines intelligenten Messsystems auch Neuanlagen ab 7 Kilowattpeak Leistung.
Direktvermarktete Photovoltaikanlagen reagieren am stärksten auf Preissignale, indem sie ihre Einspeisung bei negativen Preisen drosseln oder zeitlich verschieben. Anlagen in der Einspeisevergütung mit intelligentem Messsystem erhalten zwar keine Vergütung bei negativen Preisen, können jedoch durch Eigenverbrauch oder Batteriespeicher Einspeisemengen in Zeiten positiver Preise verlagern. Bestandsanlagen ohne intelligentes Messsystem sowie ausgeförderte Anlagen bleiben dagegen weitgehend unflexibel.
Die Studienautoren erwarten langfristig einen Rückgang negativer Strompreise, vorausgesetzt Flexibilitäten auf der Nachfrageseite würden forciert ausgebaut, etwa durch Batteriespeicher, steuerbare Lasten, Elektromobilität oder Wärmepumpen.
Modellierungen zeigen, dass Erzeugungsspitzen künftig zunehmend durch flexiblen Verbrauch aufgefangen werden können. Entscheidend für die Systemstabilität sei dabei weniger die Abregelung kleiner Dachanlagen als vielmehr ein wachsender flexibler Stromverbrauch, der hohe Einspeisungsspitzen aufnehmen kann.
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