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26.01.2026
Wind & Sonne dominieren EU-weit
Die EU hat 2025 erstmals mehr Strom aus Wind- und Solarenergie generiert als aus fossilen Brennstoffen.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Das geht aus dem European Electricity Review 2026 der Denkfabrik Ember hervor. Danach stammten 47,7 Prozent der EU-weiten Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien.
25,9 Prozent stammten aus der Verstromung von Kohle oder Erdgas – wobei Kohle mit einem Anteil von 9,2 Prozent einen historischen Tiefstand erreicht hat, während der Anteil von Erdgas um rund 8 Prozent wuchs. Die Atomenergie ist neben den Erneuerbaren die zweite Säule der europäischen Stromproduktion: Sie stellt einen Anteil von 23,4 Prozent.
Laut den Berichtautoren seien auch 2025 die Risiken einer energiepolitischen Erpressung durch Exporteure fossiler Brennstoffe weiterhin hoch gewesen. „Investitionen in heimische erneuerbare Energien sind eine zentrale Strategie, um dieses Risiko zu senken, da geopolitische Entwicklungen weiterhin für Instabilität sorgen“.
Erst Ende 2025 hatten sich die EU-Mitgliedsstaaten geeinigt, spätestens am 31. Oktober 2027 die letzten Mengen an Erdgas aus russischen Quellen zu beziehen. Das Importverbot soll bereits bestehende Sanktionen mit Einfuhrbeschränkungen ergänzen und sicherstellen, dass sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland machen.
Ember warnt jedoch auch vor Abhängigkeiten von anderen Staaten, aktuell etwa den USA: „Eine starke Abhängigkeit von einem einzelnen Lieferanten gefährdet die Sicherheit der EU und schwächt ihre Verhandlungsposition in geopolitischen Auseinandersetzungen und Handelskonflikten“.
Der Ausbau von Batteriespeichern, die Stärkung der Stromnetze und die Ausweitung der Nachfragesteuerung könnten einen höheren Anteil von Solar- und Windenergie im Energiemix ermöglichen. „Dies erhöht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern ist auch entscheidend für stabile und verlässliche Energiepreise.“
Betrachtet man etwa das Potenzial für Batteriespeicher allein in Deutschland zeigt sich runtergebrochen auf das zurückliegende Jahr: Rund 9,6 Terawattstunden an Wind- und Solarstrom wurden 2025 abgeregelt (das sind fast vier Prozent des insgesamt aus den beiden Quellen generierten Stroms). Hätte Deutschland die angekündigten Batterprojekte zur Verfügung gehabt (d.h. eine Leistung von 10,5 Gigawatt bzw. 26,3 Gigawattstunden Speicherkapazität) wären Kosten von 832 Millionen Euro weniger angefallen – 613 Millionen Euro an vermiedenem Redispatch und 219 Millionen Euro an weniger nötigem Erdgasimport.
Zum kompletten European Electricity Review 2026
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