03.02.2026
GEG: Kompromiss bisher nicht in Sicht
Die Bundesregierung konnte sich bislang nicht auf Grundzüge der geplanten GEG-Novelle einigen.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

Eigentlich sollten bis Ende Januar Eckpunkte für eine Novelle des Gesetzes, das künftig als Gebäudemodernisierungsgesetz firmieren soll, vorliegen.

Kernkonflikt: Die SPD will weiterhin mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien für Heizungen vorschreiben. Darin sehen CDU und CSU einen indirekten Wärmepumpenzwang. Sie  besteht auf dem von ihr überaus geschätzten Konzept der Technologieoffenheit. Eine Einigung wird nun bis Ende Februar angestrebt. 

Unterdessen hat der Thinktank Epico Klimainnovation, der vom CDU-Wirtschaftsratsmitglied Bernd Weber gegründet wurde, in einer gemeinsamen Studie mit dem Beratungsunternehmen Prognos die aktuell diskutierten Vorschläge zur GEG-Reform analysiert. Darauf aufbauend haben beide Partner einen Kompromissvorschlag formuliert.

Auch dieser Kompromissvorschlag spricht sich für mehr Technologieoffenheit aus, lehnt aber zugleich ein einfaches Abschwächen der 65-Prozent-Vorgabe ab. Dies basiert darauf, dass die Analyse ergab, dass vereinfachte Modelle am besten abschnitten, insbesondere ein technologieoffener Grenzwert, bezogen auf Primärenergie oder CO2‑Emissionen.

Als schwächer bewertet werden Vorschläge, die Klimavorgaben absenken oder Kosten für Haushalte ausblenden. Beides erhöhe das Risiko verfehlter Klimaziele, langfristiger Importabhängigkeiten und geringerer Kosteneffizienz des Gesamtsystems. 

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