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08.02.2026
Tennet: Bund beteiligt sich an ÜNB
Der Bund hat über seine Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent an Tennet Germany gekauft.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Das bestätigte der niederländische Tennet-Mutterkonzern. Insgesamt zahlte die KfW für den Anteil 3,3 Milliarden Euro.
Laut der Tnnet-Mutter werde die Übertragung der Anteile auf die KfW spätestens bis Ende des ersten Halbjahres 2026 vollzogen sein. Die Bundesregierung geht indes davon aus, dass dies sich noch eher bis ins dritte Quartal 2026 zieht. Die bisherige Alleininhaberin wird darüber hinaus einen Anteil von mindestens 28,9 Prozent an Tennet Deutschland behalten.
Laut Tennet-Chefin Manon van Beek ist die deutsche Beteiligung an der Tochterfirma hochwillkommen. „Der deutsche Staat ist einer der wichtigsten Stakeholder für Tennet in Deutschland. Diese Mitbeteiligung schafft einen wertvollen zusätzlichen Beitrag, insbesondere mit Blick auf die wachsende Investitionsagenda und die neuen geopolitischen Realitäten.“
Der politische Hintergrund der Beteiligung ist immanent. Der Bund will sich so Einfluss auf den Ausbau der kritischen Energieinfrastruktur sichern, aber auch den dringend benötigten Netzausbau finanziell stützen. Denn Hauptgrund für den Teilverkauf der deutschen Tennet durch die nierdländische Mutter ist in der Tat der hohe Finanzbedraf für Netzausbau und Ertüchtigung, den weder die Tochter allein stemmen kann, noch die Mutter ohne weiteres zu tragen in der Lage ist.
Mit dem Einstieg bei Tennet kommt die Mitverantwortung für den größten der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber. 14.000 Kilometer Leitungen unterstehen dem Unternehmen, das Netzgebiet erstreckt sich von der dänischen Grenze bis zu den Alpen. Tennet ist neben 50Hertz zudem von zentraler Bedeutung für die Integration der Offshore-Windparks. Allein bis 2029 plant Tennet Germany Investitionen in Höhe von 65 Milliarden Euro.
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