07.03.2026
Klimaschutz: CO2-Preis könnte deutlich anziehen
Die Nutzung von Energierohstoffen, die dabei Treibhausgase freisetzen, dürfte in den kommenden zwei Jahren teurer werden.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

Grund dafür ist der deutsche CO₂-Preis, der fossile Brennstoffe politisch gewollt teurer macht, um die Bürger zur Nutzung emissionsarmer Technologien zu bewegen. 

Der deutsche CO2-Preis gilt für Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Erdgas oder Heizöl. Bezahlt werden muss er von den Inverkehrbringern; diese geben die Zusatzkosten über ihre Preise an Endkunden weiter. Eigentlich sollte diese nationale Rgelung ab 2027 in das europäische Emissionshandelssystem ETS-2 übergehen. Doc hdas verschiebt sich jetzt um mindestens ein Jahr – und so könnte CO2 in Deutschland noch teurer werden als gedacht.
 
Wie hoch der deutsche CO2-Preis ist, legt die dem Umweltbundesamt (UBA) unterstellte Deutsche Emissionshandelsstelle fest. Aktuell liegt er bei 55 Euro pro Tonne. Würde er aber in ein EU-weites System überführt, in dem Unternehmen auch über mehrere Jahre hinweg mit den Emissionszertifikaten handeln können, dürfte der Preis erst einmal wieder sinken. Das liegt unter anderem an der Regelung, dass, sollte der CO2-Preis zwei Monate lang über eine Grenze von 45 Euro steigen oder sich binnen drei Monaten gegenüber den vorangegangenen sechs Monaten verdoppeln, zusätzliche Emissionszertifikate auf den Markt gebracht werden können, was den Preis sinken ließe.

Ab 2026 gibt es keinen festgelegten Preis mehr in Deutschland. Stattdessen werden ab Mitte des Jahres Zertifikate mit einem Preis zwischen 55 und 65 Euro versteigert. Diese gelten nur für ein Jahr. Die Menge an versteigerten Zertifikaten wird voraussichtlich nur für zwei Drittel des Bedarfs reichen. Diese Knappheit dürfte dafür sorgen, dass der Preis von 65 Euro erreicht wird.

Damit trotzdem jedes Unternehmen ein Zertifikat erhält, gibt es nach der ersten Ausschreibungsmenge noch einmal Zusatzzertifikate. Diese werden als „Überschussmenge“ für 68 Euro verkauft. 

Für 2027 ist noch kein Preis und keine Preisspanne festgelegt. Laut der Analystin Patricia Merschel vom Marktforschungsunternehmen ICIS solle sich der nationale CO2-Preis nach geltender Rechtslage „im Jahr 2027 am durchschnittlichen Auktionspreis des EU-Emissionshandels für Industrie (EU ETS1) orientieren.“ Der Preis für diese Zertifikate schwankte zuletzt zwischen 60 und 80 Euro pro Tonne.

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