29.03.2026
Redispatch: Erneuerbare erhielten 2025 knapp 435 Millionen Euro
Erzeuger regenerativen Stroms haben im zurückliegenden Jahr wegen Netzengpässen, die zu einer Abregelung führten, knapp 435 Millionen Euro an Kompensationszahlungen erhalten.

Quelle: enerNEWS-Partner ASEW

Die Summe sank jedoch im Vergleich zu 2024 um rund 120 Millionen Euro – ein Rückgang, der sich seit Jahren fortsetzt.

Diese Daten liefert die Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linkenabgeordneten Dietmar Bartsch. Demnach floss der größte Anteil mit 165 Millionen Euro nach Bayern, gefolgt von Niedersachsen (120 Millionen Euro) und Schleswig-Holstein (54 Millionen Euro).

Vor allem an windreichen Tagen reichen die Leitungskapazitäten nicht aus, um den Strom von den Erzeugern zu den Verbrauchern zu bringen. Die Netzbetreiber regeln deshalb bei Engpässen regional Erzeuger ab.
 
Der MdB Dietmar Bartsch nannte das Ergebnis „Systemversagen“ und forderte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche auf, Abhilfe zu schaffen. Die Bundesregierung verantworte die höchsten Strompreise in Europa und erlaube es gleichzeitig, dass produzierter Grünstrom nicht genutzt werde. „Diese Absurdität auf dem Rücken der Verbraucher muss enden.“ 

Statt kleiner Korrekturen und unzureichender Kostendämpfer brauche es einen Neustart: Netzausbau beschleunigen – Preise runter. „Ein Land, das bei den Preisen an der Weltspitze steht, muss jede Kilowattstunde ins Netz bringen.“

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