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06.04.2026
ETS: EU-Kommission arbeitet an Anpassungen
Die Europäische Kommission will das System des europäischen Treibhausgashandels (ETS) und darin besonder den CO2-Preis langfristig stabilisieren.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Damit reagiert sie auf die Auswirkungen des Irankrieges. Vor allem soll es Anpassungen bei der sogenannten Marktstabilitätsreserve geben.
Nach dem Willen der EU-Kommission soll das ETS besser auf künftige Marktentwicklungen reagieren können, „einschließlich möglicher Versorgungsengpässe in den kommenden Jahrzehnten“.
Laut dem EU-Kommissar für Klima, Wopke Hoekstra, werde damit die „Widerstandsfähigkeit des EU-Emissionshandelssystems gegenüber Schwankungen“ erhöht und gleichzeitig sichergestellt, dass weiter Treibhausgasemissionen gesenkt werden und in saubere Technologien investiert wird. Eine größere Reform des ETS soll im Sommer folgen.
Bis zu 400 Millionen Zertifikate werden bisher in der Marktstabilitätsreserve gehalten. Die Zahl ist eine Obergrenze. Das Ziel dieser Reserve ist es, das Angebot auf dem Markt zu verringern, wenn zu viele Zertifikate im Umlauf sind. Gibt es eine Verknappung, werden Emissionszertifikate ausgegeben. Das kann die Preise senken und Unternehmen entlasten.
Die EU-Kommission will nun die geltende Obergrenze aufheben. So könnten mehr Zertifikate als Puffer gehalten werden, um bei Bedarf den Markt zu stabilisieren. Die Kommissare verweisen darauf, dass andernfalls für die Zukunft mit einer allgemeinen Knappheit auf dem Markt und steigenden Preisen gerechnet werde.
Bis 2030 müssen die Treibhausgas-Emissionen in der EU um 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Bis 2050 will die EU dann klimaneutral sein. Das EU-Emissionshandelssystem sieht die Kommission dabei weiter als wichtiges Instrument.
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