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25.04.2026
Kraftwerksstrategie Deutschland: Grundzüge klar
Die Bundes-Koalitionäre haben sich nach monatelangen Diskussionen offenbar auf die Grundzüge einer Kraftwerksstrategie geeinigt.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Gemäß dem Referentenentwurf für das „Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz“ (StromVKG) soll es noch 2026 zwei Ausschreibungsrunden für neue Reserve-Kraftwerke geben.
Der Gesetzentwurf sieht dabei zwei Arten vor: „Ausschreibungen für Langzeitkapazitäten“ und „Ausschreibungen für Erzeugungskapazitäten“. Erstere sollen zum 1. September und zum 8. Dezember ausgeschrieben werden. Bei beiden Gebotsterminen sollen jeweils 4,5 Gigawatt bezuschlagt werden.
Die erste „Ausschreibung für Erzeugungskapazitäten“ soll dem Plan nach dann am 18. Mai 2027 folgen. In dieser Runde sollen weitere zwei Gigawatt den Zuschlag erhalten. Damit wären dann etwas weniger als die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche angestrebten zwölf Gigawatt realisiert.
Die ersten Ausschreibungen sollen sich auf Neuanlagen beziehen, denn Betreiber benötigten wegen der langen Planungs- und Bauzeiten einen besonders langen Vorlauf: „Diese Anlagen müssen aus Gründen der Versorgungssicherheit ein Langzeitkriterium erfüllen, um auch längere, für das Stromsystem herausfordernde Phasen (‚Dunkelflaute‘) abdecken zu können“. Die weiteren Ausschreibungen seien dann auch für Bestandsanlagen und weitere Technologien offen.
Das angelegte Langzeitkriterium zielt darauf, dass möglichst ausschließlich Gaskraftwerke gebaut werden. Erst bei den weiteren Ausschreibungen können dann beispielsweise auch Batteriespeicher eingebracht werden.
An den Ausschreibungen für Langzeitkapazitäten sollen laut Gesetzentwurf nur Gebote für Anlagen zulässig sein, die technisch in der Lage sind, ohne Unterbrechung für mindestens zehn aufeinanderfolgende Stunden Strom in Höhe der installierten Leistung ins Netz einzuspeisen.
Parallel hat sich die Bundesregierung nach Informationen des „Handelsblatt“ vorläufig auch auf das Netzpaket und die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geeinigt. Ein Sprecher des BMWE bestätigte dies.
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