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13.05.2026
Netzregulieung Deutschland: BNetzA skizziert Vorstellungen für Netzbetreiber 2035
Die Bundesnetzagentur denkt nicht bloß in kurz- und mittelfristigen Regulierungsperioden, sondern entwickelt durchaus auch langfristige Vorstellungen.
Quelle: enerNEWS-Partner ASEW
Das machte der BNetzA-Abteilungsleiter für Energieregulierung Achim Zerres auf der Göttinger Energietagung deutlich, wo er den idealen Stromnetzbetreiber der Zukunft skizzierte.
Derzeit arbeitet die Abteilung Energieregulierung an der finalen Festlegung der Qualitätsregulierung, wo neben klassischen Kriterien wie der Netzstabilität auch Energiewende-Kompetenzen eine Rolle spielen sollen.
Wie sieht die BNetzA den Netzbetreiber 2035? Dieser soll durch einen „einfachen, verständlichen und einheitlichen“ Auftritt im Internet bezüglich Kundenfreundlichkeit punkten. Netzanschlüsse sollen einfacher erfolgen, indem der Netzbetreiber mehr mit Kunden kommuniziert. Dabei soll beispielsweise transparent gemacht werden, warum etwas nicht möglich ist beziehungsweise wie es möglich werden könnte.
Der Netzbetreiber der Zukunft soll vorausschauend agieren, den Bedarf der Kunden aktiv ermitteln und so Schalteinrichtungen sowie Netzkapazität in ausreichendem Maß vorhalten. Die Netze sollen in Zukunft aktiv und in Echtzeit gesteuert werden. Hierfür ist in erster Linie auch der Smart-Meter-Rollout entscheidend.
Die Netzbetreiber im Jahr 2035 sind resilient und zuverlässig aufgestellt, d.h. sie wissen um die Gefahren für ihre Netze. Das Netz der Zukunft soll zudem preiswert sein und zum Umstieg auf CO2-neutralen Strom anregen. Erreicht werden soll das über Kooperation, Standardisierung, Digitalisierung und aktives Kundenmanagement. Durch Kundenzufriedenheit und geringe Kosten sollen Erlöse generiert werden.
Die skizzierte Vision stieß beim Göttinger Fachpublikum durchaus auf Gegenliebe. Ein Teilnehmer bemängelte jedoch, dass die Vision einen starken Dissens zwischen Theorie und Praxis aufweise. Konkret fehlte ihm der finanzielle Anreiz.
BNetzA-Mann Zerres sieht die Zielsetzung 2035 durchaus als ehrgeizig an. Zudem sei die skizzierte Vision zwar größtenteils identisch mit der Haltung der Bundesnetzagentur, jedoch nicht abschließend abgestimmt.
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