28.07.2026
Klimafreundliches Aluminium: Mercedes-Benz und Hydro bauen Zusammenarbeit aus
Mercedes-Benz und der norwegische Aluminiumhersteller Hydro bauen ihre Partnerschaft zur Dekarbonisierung der Aluminium-Lieferkette in Europa aus.

Quelle: enerNEWS-Partner MBI Infosource

Im Mittelpunkt steht der verstärkte Einsatz von CO₂-armem und recyceltem Aluminium, um Emissionen in der Fahrzeugproduktion zu senken und zugleich widerstandsfähige regionale Lieferketten aufzubauen.

Als erster europäischer Automobilhersteller wird Mercedes-Benz in der nächsten Generation großer Elektrofahrzeuge das Recyclingaluminium Hydro CIRCAL einsetzen. Dieses besteht zu mindestens 75 Prozent aus Post-Consumer-Rezyklat – deutlich mehr als die bisher verwendeten rund 25 Prozent. Das Material wird aus Altfahrzeugen, Gebäuden und Infrastruktur zurückgewonnen und wieder in die Automobilproduktion eingebracht. Dadurch sinken der Bedarf an Primärrohstoffen und der CO₂-Fußabdruck der Fahrzeuge.

Parallel wollen beide Unternehmen auch die Emissionen bei der Primäraluminiumherstellung weiter reduzieren. Mercedes-Benz wird zusätzliche Mengen des CO₂-reduzierten Primäraluminiums Hydro REDUXA beziehen, dessen Herstellung auf erneuerbaren Energien basiert und dessen CO₂-Fußabdruck bereits mehr als 70 Prozent unter dem globalen Durchschnitt liegt. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, diesen Wert weiter zu senken.

Die Kooperation setzt zudem auf transparente, regionale Wertschöpfungsketten und eine chargengenaue Rückverfolgbarkeit der Materialien. Durch kürzere Transportwege, Kreislaufwirtschaft und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien wollen Mercedes-Benz und Hydro zeigen, dass sich Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbinden lassen. Die seit 2022 bestehende Zusammenarbeit umfasst inzwischen die gesamte Aluminium-Wertschöpfungskette und schließt auch Maßnahmen zur Stärkung sozialer Verantwortung entlang der Lieferkette ein.

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